Pharmazeutische Betreuung von Organtransplantierten

Pharmazeutische Betreuung von Organtransplantierten

Im Rahmen dieser Betreuung, die sich an Personen richtet, die nach einer Organtransplantation im ambulanten Umfeld Immunsuppressiva einnehmen, wird in einem strukturierten Dialog über Hintergrund der aktuellen Medikation informiert. Gleichzeitig machen wir uns ein umfassendes Bild Ihres Medikationsplans, um diesen anschließend auf Wechsel- und Nebenwirkungen hin zu überprüfen und zu optimieren. Dies kann mit Ihrer Erlaubnis auch im Austausch mit Ihrem behandelnden Arzt bzw. Ihrer Ärztin geschehen.

Ziel ist es potenzielle arzneimittelbezogene Probleme (ABP) zu erkennen und zu lösen, Anwendungssicherheit im Umgang mit der verschriebenen Therapie zu fördern und so die Effektivität und damit den Heilungsprozess zu verbessern.

Was beinhaltet die Dienstleistung?

Die „Pharmazeutische Betreuung von Organtransplantierten“ besteht aus den folgenden Teilschritten:

  1. 1.     Arzneimittelerfassung: Dabei werden alle Arzneimittel erfasst, die Sie aktuell einnehmen, also nicht nur ärztlich verordnete, sondern auch Selbstmedikation. Außerdem sollen zusätzlich relevante Daten wie Medikationspläne, Anweisungen zur Einnahme/Dosierung, Laborwerte oder vorhandenen Entlass- und Arztbriefe berücksichtigt werden.
  2. 2.     Pharmazeutische Arzneimitteltherapiesicherheits (AMTS)-Prüfung auf arzneimittelbezogene Probleme (ABP) auf Basis der erhobenen Daten, unter besonderer Berücksichtigung einer immunsuppressiven Therapie infolge einer Organtransplantation. Dabei gilt es, unter anderem ungeeignete Darreichungsformen, Anwendungsprobleme oder unerwünschte Wirkungen und Wechselwirkungen zu identifizieren. Dies geschieht in einem persönlichen Beratungsgespräch mit Ihnen, oder per Video-Chat. Auch bei rezeptfreien Arzneimitteln sollen Indikationen, Präparate und Dosierungen überprüft werden.
  3. 3.     Erkannte arzneimittelbezogene Probleme (ABP) werden bewertet und Lösungsvorschläge erarbeitet. Gemeinsam besprechen wir eventuelle Lösungsvorschläge direkt mit dem zuständigen Arzt bzw. der Ärztin – vorausgesetzt, Sie sind damit einverstanden
  4. 4.     Persönliches Abschlussgespräch: Sie erhalten bei dieser Medikationsberatung einen (elektronischen) Medikationsplan. Anschließend erfolgt die Dokumentation der „Erweiterten Medikationsberatung bei Polymedikation“.
  5. 5.     Zweitgespräch: Bei Bedarf haben Sie die Möglichkeit ein Folgetermin zu vereinbaren, um aktuelle Bedenken und Sorgen bezüglich der Therapie zu adressieren. Darüber hinaus Beraten wir Sie zur ambulanten immunsuppressiven Therapie, um deren Hintergrund zu vertiefen. Der zeitliche Abstand zum Erstgespräch sollte zwischen zwei und sechs Monaten liegen.
  6.  

Bei Fragen rund um das Thema Immunsuppressiva und Organtransplation sowie unser pharmazeutisches Betreuungsangebot nutzen Sie gerne unser Kontaktformular oder kommen Sie persönlich in unserer Apotheke vorbei. Wir beraten Sie gerne.

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